Frischer Wind für die Region: Wie die LEADER-Förderung Begegnung und Handwerk stärkt
Gute Ideen brauchen oft nur den richtigen Anstoß, um Wirklichkeit zu werden. In der Region Westerwald-Sieg zeigt das europäische Förderprogramm LEADER immer wieder eindrucksvoll, wie engagierte Bürgerinnen und Bürger das Leben vor Ort bereichern können. Pünktlich zum Start des nächsten offiziellen Förderaufrufs Anfang Oktober ziehen die Verantwortlichen eine positive Bilanz und stellen zwei erfolgreiche Projekte aus der Nachbarschaft vor.
Ein Café für mehr Begegnung
Das „Café Auszeit“ der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde hat sich in Kirchen zu einem geschätzten Anlaufpunkt entwickelt. Der rein ehrenamtlich geführte Treffpunkt bietet Speisen und Getränke auf Spendenbasis an. Weil die Gästezahlen in der Vergangenheit stetig wuchsen, stießen die Räumlichkeiten an ihre Grenzen. Dank der LEADER-Förderung konnte nun ein neuer Gebäudeteil angebaut und die Infrastruktur umfassend modernisiert werden. Am 19. September wurde der Neubau im Beisein von Bürgermeister Andreas Hundhausen und Regionalmanager Niklas Mäder feierlich eröffnet. Die erweiterten Räume bieten nun wieder einen einladenden Ort für den generationenübergreifenden Austausch.

Menschen für das Handwerk begeistern
Mit seinem Projekt „Mobile Kurswerkstatt“ investiert Frank Seifen aus Oberirsen in die Zukunft des Handwerks. Um Kitas und Grundschulen den logistischen und finanziellen Aufwand für den Besuch seiner stationären Schreinerwerkstatt zu nehmen, nutzte er die LEADER-Förderung für eine kreative Lösung: Ein komplett ausgestatteter Werkstattbus samt Anhänger und kindgerechten Arbeitsmaterialien rollt ab sofort direkt zu den Einrichtungen. Bei der offiziellen Präsentation Mitte September zeigte sich der leidenschaftliche Schreinermeister bereit für viele neue Mitmachangebote mit Kindern und Jugendlichen.
Jetzt eigene Ideen umsetzen: Nächster Förderaufruf startet Anfang Oktober
Diese Erfolgsgeschichten zeigen: Das Förderprogramm LEADER gibt unterschiedlichsten Vorhaben den nötigen finanziellen Rückenwind, um die Region nachhaltig attraktiver zu gestalten. Die Fördermittel, die größtenteils von der Europäischen Union stammen, richten sich dabei keineswegs nur an Kommunen. Auch Vereine, gemeinnützige Organisationen, Unternehmen und engagierte Privatpersonen sind antragsberechtigt.
Wer eine eigene Projektidee im Kopf hat, sollte den Start des nächsten Aufrufs Anfang Oktober nutzen. Die Regionalmanager Ralf Seelbach und Niklas Mäder unterstützen Antragsteller von der ersten Idee bis zur Umsetzung und sind für eine frühzeitige Beratung per E-Mail unter westerwald-sieg@neulandplus.de erreichbar
